„Business is booming“ – das denkt sich wohl jeder, der schon einmal in der Hochsaison im Bikepark Schladming oder im Bikepark Leogang gemeinsam mit Hunderten anderen Bike-Verrückten auf die nächste Gondel gewartet hat. Bikeparks sind längst keine Nebenattraktion mehr. Für viele Skigebiete ist das Mountainbiken mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Sommersaison.
Während viele Bike-Liebhaber schon seit einigen Jahren auf den unterschiedlichsten Trails unterwegs sind, zieht es auch vermehrt Anfänger auf den Berg, um Downhill- beziehungsweise Enduro-Biking auszuprobieren. Was man als Anfänger beim Downhillen im Bikepark beachten sollte, um sicher unterwegs zu sein und einen feinen Tag beim Gondeln zu haben, verraten wir euch in diesem Blogbeitrag.

1. Plane deinen Trip
Bevor man einen Tag im Bikepark verbringt, sollte man sich erkundigen, welcher Bikepark sich gut für Anfänger eignet und wo es leichte blaue Strecken gibt. Mittlerweile gibt es in fast jedem Bikepark in Österreich zumindest eine blaue Line, die für jeden gut zu bewältigen ist und sich bestens eignet, um ein Gefühl für Bike und Umgebung zu bekommen.
Trotzdem gibt es Gebiete, die sich speziell für Anfänger sehr gut eignen, da sie eine Vielzahl an einfachen bis mittelschweren Trails anbieten, auf denen man sich gut herantasten kann. Beispiele dafür sind z. B. die Reiteralm Trails oder der Bikepark in Saalbach-Hinterglemm. In einem anderen Blogpost haben wir viele Bikeparks in ganz Österreich für euch zusammengefasst und ihre Besonderheiten kurz beschrieben.
2. Gute Ausrüstung und Schutzbekleidung sind Pflicht
Neben dem richtigen Gebiet ist auch die richtige Ausrüstung ein ausschlaggebender Faktor dafür, ob der Tag im Bikepark ein Genuss oder doch eher eine Qual wird. Sollte man die richtige Ausrüstung nicht selbst besitzen, lohnt es sich, diese bei einem geeigneten Radverleih auszuborgen. Am besten ist es oft, die Ausrüstung bereits einige Tage zuvor im Internet zu reservieren. Einerseits gibt es häufig spezielle Angebote, wenn man übers Internet reserviert, andererseits ist das gewünschte Rad dann fix verfügbar, meist gleich fertig eingestellt und man kann sofort loslegen.
Auch die passende Schutzausrüstung kann man in den Radgeschäften ausleihen. Auf diese sollte keinesfalls verzichtet werden, da adäquate Schoner bei Stürzen vor schweren Verletzungen und lästigen Abschürfungen schützen. Zur Pflicht-Schutzausrüstung zählen: Helm, Brille, Handschuhe, gutes Schuhwerk, Rückenschoner sowie Knie- und Ellenbogenschützer.
Wieso sich im Bikepark eine Bike-Goggle besser eignet, als eine normale Sportbrille erfährst du außerdem in folgendem Beitrag. Passen die Ausrüstung und das Gebiet, steht einem lässigen Bike-Tag nichts mehr im Weg.
3. Langsam herantasten und nicht selbst überschätzen
Wenn man dann am Berg steht und den ersten Trail in Angriff nimmt, gilt: aufwärmen, ans Gerät gewöhnen und gemütlich einrollen. Oft lohnt es sich auch, das Aufwärmprogramm im Learn-to-Ride-Park unten im Tal zu absolvieren. Dort sind meist verschiedene Features aufgebaut, die auch auf den Trails vorkommen können, sodass man sie gezielt im Trockentraining üben kann. Dazu zählen z. B. Steilkurven, Sprünge, Drops und Steinfelder.
Generell gilt beim Biken immer: Technik vor Geschwindigkeit. Nur wer eine gute Position und ein gutes Gleichgewicht auf dem Rad gefunden hat, kann schwierigere Abschnitte sicher und mit hohem Tempo bewältigen. Steigert euch daher langsam und startet nicht mit den steilsten Lines und den größten Sprüngen. Gerade bei Drops und Sprüngen kann man sich im Bikepark super herantasten. Daher zahlt es sich hier gar nicht aus, beim ersten Mal sofort das Risiko einzugehen und die schwierigste und höchste Variante zu wählen.
4. Pausen an den richtigen Stellen machen
Vergiss auch nicht, regelmäßig Pausen zu machen. Fehler passieren häufiger, wenn man müde wird und die Konzentration sinkt. Auch wenn das reine Bergabfahren für das Herz-Kreislauf-System oft weniger anstrengend ist, verlangt es einem muskulär und mental schon einiges ab. Daher dürfen auch Pausen während der Abfahrt nicht fehlen. Achte dabei allerdings besonders darauf, wo du stehen bleibst und Pause machst und nimm Rücksicht auf andere Fahrer. Oft gibt es spezielle Ausbuchtungen am Trail, an denen man ungefährdet stehen bleiben kann. Ein No-Go ist es, nach unübersichtlichen Kurven, auf oder hinter Sprüngen oder generell mitten auf dem Trail Pause zu machen.
5. Rücksicht und Zusammenhalt
Generell gilt auf dem Trail und im Bikepark: Nimm Rücksicht auf andere und achte auf ein gutes Miteinander. Wenn du merkst, dass schnellere Fahrer von hinten kommen, lass dich nicht stressen, aber versuche, wenn möglich, den Weg kurz freizumachen, damit sie gefahrlos überholen können. Umgekehrt sollte man als schnellerer Fahrer nicht sinnlos und rücksichtslos überholen oder versuchen, Anfänger zu stressen, damit es nicht zu Unfällen und vermeidbaren Stürzen kommt.
Auch bei Stürzen ist es Pflicht, einander zu helfen und zumindest kurz stehen zu bleiben, um nachzufragen, ob alles okay ist und ob Hilfe benötigt wird. Wenn man auch bei Defekten anderer kurz stehen bleibt und eventuell mit fehlendem Werkzeug oder Ersatzmaterial aushilft, fördert das den Zusammenhalt und das gute Auskommen innerhalb der Bike-Community.
Neben den Bike-Kollegen sollte man auch auf die Umwelt Rücksicht nehmen. Das heißt: Bleibe auf den vorgeschriebenen Wegen, kürze nicht ab und nimm deinen Müll wieder mit! Wenn jeder etwas Rücksicht nimmt, können alle einen lässigen Bike-Tag am Berg verbringen und voll auf ihre Kosten kommen.
6. Hab Spaß und genieß es!
Der letzte und wichtigste Punkt: Hab Spaß und genieß den Tag in der Natur. Fühle den Flow und erfreu dich an dem Gefühl, an nichts anderes denken zu müssen als an den Trail und deine Line. Damit du für deinen Bike-Tag perfekt und stylisch ausgestattet bist, haben wir bei NAKED Optics die passenden Accessoires für dich: Brillen, Helme, Handschuhe und sogar Socken.
Credits: Elias Neier