Wie baut man einen Ski? Ein Blick hinter die Kulissen

Marie Albrecht
05.02.2026

Skifahren ist für viele weit mehr als nur ein Wintersport. Für die einen bedeutet es Freiheit und Adrenalin für die anderen ist es ein perfekter Ausgleich zum Alltag. Aber während wir über perfekt präparierte Pisten carven oder im Tiefschnee unsere Spuren ziehen, denkt kaum jemand darüber nach, wie viel Entwicklungsarbeit eigentlich in einem modernen Ski steckt.

Das Einsatzgebiet:

Dabei ist ein Ski alles andere als ein simples Sportgerät. Er ist ein präzise abgestimmtes Hightech-Produkt, bei dem jedes Material und jede Schicht eine ganz bestimmte Aufgabe erfüllt. Es ist ein langer Weg, der vor einem liegt, wenn man diesen Bauen möchte. Vom ersten Konzept bis zum fertigen Ski. Alles muss bis in kleinstes Detail geplant werden. Aber zuerst beginnt man immer mit der grundlegenden Frage: Für welchen Einsatzzweck soll der Ski gebaut werden? Hierbei muss man beachten, ob man einen Ski bauen möchte der für Piste, All-Mountain, Park oder Freeride geeignet sein soll. Jede von diesen Disziplinen bringt andere Anforderungen mit sich. Z.B. ein Ski, der bei hohen Geschwindigkeiten auf harter Piste überzeugen soll, braucht maximale Laufruhe und Kantengriff.

Die Einzelteile:

1. Kern: 

Ist das Einsatzgebiet erstmal definiert, beginnt die eigentliche Konstruktion. Das Herzstück jedes Skis ist der Kern. Dieser bestimmt maßgeblich das Fahrgefühl. In hochwertigeren Modellen kommt fast ausschließlich Holz zu Einsatz. Da fragt man sich aber wieso? Holz besitzt eine hervorragende Dämpfungseigenschaft. Diese ist besonders langlebig und reaktionsfreudig. Holzarten die Pappel, Buche oder Esche werden dafür häufig verwendet. Auch eine Kombination aus diesen ist nicht unüblich. Durch die unterschiedlichen Stärken der Holzlamellen und einer gezielten Anordnung, kann man den Flex des Skis exakt steuern. Wenn man z.B. weicher in der Schaufel ist, wird dadurch das Einlenken leichter und die Bindung sorgt so für mehr Stabilität. Bei günstigeren Ski wird teilweise auf einen Schaumkern gesetzt. Dieser reduziert zwar das Gewicht und die Kosten, kann aber in Sachen Performance und Haltbarkeit nicht mit einem Holzkern mithalten.

2. Materialschichten:

Damit die Skier auch die nötige Stabilität bekommen, wird er von mehreren Materialschichten umgeben. Ein Klassiker hierfür ist die Glasfaser.  Diese sorgt für ein harmonischen Flex und gute Kontrolle. Carbonfasern kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Gewicht gespart und der Ski besonders reaktionsfreudig gemacht werden soll. Für maximale Laufruhe wird oft Titanal verwendet. Dies ist eine Aluminiumlegierung, die Vibration reduziert und den Ski deutlich ruhiger macht. Die Kombination von unterschiedlichen Materialen entscheidet oft darüber, ob ein Ski verspielt und leichtfüßig oder kompromisslos und kraftvoll sein soll.

3. Kanten:

Der nächste wichtige Bestandteil ist die Stahlkante. Diese wird entlang der Ski-Form eingesetzt. Durch diese wird ein präziser Halt auf eisigen oder harten Untergründen ermöglicht. Der Stahl trägt wesentlich zur Langlebigkeit des Skis bei. Als Ergänzung dazu gibt es noch die Seitenwangen. Diese sind meist aus robustem ABS-Kunststoff. Die Seitenwangen schützen den Ski vor Schlägen und sorgen dafür, dass die vom Fahrer eingebrachte Kraft direkt auf die Kanten übertragen wird. Das ist ein wichtiger Faktor für die Kontrolle und Präzision. Auf der Unterseite des Skis befindet sich der Belag, der aus Polyethylen besteht. Hochwertige Ski setzen hier auf gesinterte Beläge, da diese besonders widerstandsfähig sind. Wachs kann dadurch aufgenommen werden und der Ski kann schneller über den Schnee gleiten. Der Belag ist entscheidend dafür, wie gut ein Ski beschleunigt und wie lange er seine Performance behält.

Der Fertigungsprozess:

Sind alle Einzelteile vorbereitet, beginnt der eigentliche Fertigungsprozess. Die verschiedenen Schichten werden exakt übereinander gelegt und in eine spezielle Form eingebracht. Dem Ski wird dadurch seine spätere Shape sowie Camber- oder Rocker-Profile verliehen. Unter hohem Druck und bei kontrollierter Hitze werden die Materialien miteinander verpresst, bis sie eine feste Einheit bilden. Dieser Schritt ist besonders sensibel, da schon kleine Abweichungen großen Einfluss auf das spätere Fahrverhalten haben können. Nach dem Pressen muss der Ski auskühlen und aushärten. Danach kann er weiterverarbeitet werden.

Im letzten Schritt erhält der Ski seinen Feinschliff. Der Belag wird geschliffen und mit einer Struktur versehen, die je nach Schneebedingungen für optimale Gleiteigenschaften sorgt. die Kanten werden geschärft und getunt, das bereits bedruckte Topsheet sauber freigelegt und jede Oberfläche sorgfältig kontrolliert. Bevor ein Ski das Werk verlässt, wird er intensiv geprüft, um sicherzustellen, dass er den Belastungen am Berg standhält. Dies geschieht immer, egal ob bei eisigen Temperaturen, hohen Geschwindigkeiten oder harten Landungen.

Fazit:

Am Ende zeigt sich, dass ein moderner Ski das Ergebnis aus jahrelanger Erfahrung, technischer Innovation und echter Leidenschaft ist. Doch selbst der beste Ski kann sein volles Potenzial nur dann entfalten, wenn auch der Rest des Setups passt. Eine klare Sicht und zuverlässiger Schutz sind am Berg genauso entscheidend wie der richtige Ski. Skibrillen wie unsere SOLAR sind genau dafür gemach. Sie kombiniert minimalistisches Design mit maximalem Komfort. Dank der neuen, kompakten Größe sitzt sie perfekt auf kleinen Gesichtern und bietet den ganzen Tag ein angenehmes Tragegefühl. Sie ist unisex designt, wird aber besonders als Skibrille für Damen geschätzt, da sie weniger hoch ist als andere Skibrillen aus unserem Sortiment. Der schmale Rahmen reduziert Druckstellen an Wangen und Nase, ohne auf Schutz oder Style zu verzichten.

Credits: Elias Neier

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