Hike it till you like it: Weitwandern in Österreich

Wie wär`s mal ein bisschen zu wandern? Und anstatt einfach nur Tagestouren zu machen, zum Beispiel einen Weitwanderweg bestreiten oder einmal quer durch Österreich gehen. Zweiteres ist das, was ich, Laura, gemacht habe. Im ersten Corona-Jahr 2020 ging ich mit Jules vom Neusiedlersee zum Gipfel des Großglockners und 2021 von der anderen Richtung, also vom Bodensee bis auf den höchsten Berg Österreichs. Bei der zweiten Reise jedoch gings nach dem ersten Drittel – verletzungsbedingt – für mich alleine weiter. Auf was man beim Weitwandern so aufpassen sollte und was man alles braucht bzw. nicht braucht, werde ich euch hier verraten. 

Kleidung: Was darf mit?

  • 3 T-Shirts. Mehr nicht. Zwei davon zum Gehen tagsüber und eines für die abendlichen Aktivitäten, wo man nicht gerade ein Shirt, welches Schweiß von den letzten 5 Tagen in sich trägt, anziehen möchte. Pro-Tipp: in Merino Shirts investieren. Diese sind geruchsneutral und besonders angenehm zu tragen.
  • Hosen. Eine kurze und eine lange Hose.
  • Socken. Zwei Paar. Ein paar zum Gehen, das andere für den Abend. Am besten ihr nehmt euch noch ein luftdichtes, verschließbares Sackerl mit, wo die „Geh-Socken“ schlafen können. Safety first ;) 
  • Unterwäsche. Da sollte man ausnahmsweise nicht sparen.
  • Sport-Tops: Hier gilt wieder das gleiche Prinzip wie bei den T-Shirts und Socken.
  • Midlayers. Ein Hoody, am besten mit einem Reisverschluss. Ein kleines Packmaß ist von Vorteil.
  • Je nachdem, wo ihr unterwegs seid, braucht ihr dann noch eine Daunen/Primaloft-Jacke oder eben keine. Wenn ihr viel über 2000hm gehen werdet, oder ihr draußen schlafen wollt, ist diese sicher von Vorteil.
  • Regen-Jacke. Hier empfiehlt sich eine mit GoreTex® Membran, die hält am besten trocken.

Welche Hygieneprodukte soll ich einpacken?

Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo, Duschgel, Sonnencreme, Nagelzwicker und ein kleines Mikrofaser Handtuch. Das sind die Essentials. Alles andere ist Luxus und somit Übergepäck. Pro-Tipp: Shampoo und Duschgel gibt’s auch in fester Form, diese können nicht auslaufen und sind etwas leichter.
Zu guter Letzt: das Erste Hilfe Paket (mit viiielen Blasen-Pflastern und viel Tape).

Was gehört zur Ausrüstung beim Weitwandern? 

Die zwei wichtigsten Ausrüstungs-Gegenstände sind das Schuhwerk und der Rucksack. Beim Kauf des Schuhwerks achtet darauf, dass sie euch wirklich gut passen. Zur Not ist es immer besser, eine Größe größer zu wählen. Sie sollten auch keine zu weiche Dämpfung haben, denn so kann es leicht passieren – ich spreche aus Erfahrung –, dass euer Fußgewölbe darunter leidet. Der Rucksack muss vor allem ein gutes Tragesystem haben, welches für eure Körpergröße passt und er sollte nicht allzu groß sein. Je nachdem, ob ihr ein Zelt und einen Campingkocher mitnehmen wollt, reichen 45 Liter bzw. 55 Liter locker aus. Je kleiner der Rucksack, desto weniger passt hinein und desto leichter ist euer Gepäck. Also lieber einen kleineren wählen.

Unabhängig davon, ob ihr im Zelt schlafen wollt oder nicht, ist der Schlafsack ein muss, denn diesen braucht ihr auf den Hütten dringend. Achtet auch beim Schlafsack auf ein kleines Packmaß. Ein weiteres It-Peace (oder eben nicht) sind die Wanderstöcke. Besonders junge Menschen weigern sich oft, diese zu verwenden (so auch ich 2020). „Die brauchen ja nur die Alten und Unfitten.“ Wenn man sie jedoch einmal ausprobiert hat und dabei bemerkt hat, wie hilfreich sie sind, will man sie nicht mehr hergeben. Bedenke dabei, dass du mit dem Rucksack 10-15 Kilogramm schwerer bist. Besonders beim Bergabgehen und wenn der Tag dem Ende zugeht, erleichtern dir die Stöcke dein Leben.

Was für mich auch nicht fehlen darf sind gute Sonnenbrillen. Denn am Berg ist die Sonne ja bekanntlich nochmal stärker. Der perfekte Begleiter für mich: The HAWK. Mit den wechselbaren Lenses war ich für jedes Wetter gut gewappnet, denn es wurden nicht nur die Sonnenstrahlen gefiltert, auch die teils aggressiven Regentropfen wurden erfolgreich abgewehrt.

Wie packe ich meinen Rucksack für das Weitwandern?

Wie packe ich meinen Rucksack am besten?

Hier gleich der wichtigste Pro-Tipp: Alles in extra (Stoff)Sackerl geben. Eines für die Kleidung, eines für die Unterwäsche, eines für Kleinzeugs und eines fürs Essen (wichtig!!) etc. So bleibt alles ordentlich. Ja klar, die Sackerl wiegen auch was und brauchen auch Platz, aber das ist es allemal wert. Achtet auch darauf, dass ihr alles in den Rucksack bekommt und ihr nichts außen anhängen müsst, da dieses Gehänge schnell mal zu wackeln beginnt. Dann lieber nochmals aussortieren.

Wenn ihr auf eurer Reise alles gebraucht habt, außer das Erste Hilfe Paket, habt ihr alles richtig gemacht. Happy wandern!

P.S.: Meine und unsere Erlebnisse könnt ihr gerne auf @ge.mmm.a nachverfolgen. Viel Spaß!

Credits: Markus Trattner , ge.mmm.a